...befindet sich noch auf Reisen.
...die Langsamkeit, sie ist das Geheimnis des Glücks.


...und einen neuen Namen hat. Aubergine leitet sich von ihrer Farbe ab und auch da gibt es Pläne.



Im Sommer 2021 haben wir den Wagen abgeholt und erst einmal in die Nähe von Prenzlau gebracht. Über Ecken haben wir dort Freundschaft geschlossen, wo wir ihn in die Werkstatt stellen durften um unter Anleitung selbst zu schrauben.
Dort tauschte ich die Hinterachse aus, da die original Hinterachse schon längst ihren Zenit überschritten hatte und sie vor lauter Rost nur noch vor sich hin rieselte.
Auch das Verdeck, welches mit Grünspan und Flechte bereits ein neues Leben begann und an der hinteren Falte bereits mit einem großen Loch versehen war, tauschte ich aus.
Leider stellte sich schnell heraus, dass meine Kinder dort nicht erwünscht waren, was mir das selbst Schrauben unmöglich machte. Als Mutterseelenalleinerziehende Zwillingsmutter konnte ich keine Kinderbetreuung auftuen, die es mir ermöglichte nach Prenzlau zu fahren, dort ein paar Stunden in Ruhe zu schrauben und dann wieder nach Berlin zu kommen.
Nach gut 4 Jahren holte ich den Wagen nach Kreuzberg zurück und erhielt im schlechteren Zustand als vorher und mit einer Menge fehlender Teile.
Im Sommer 2025 legten wir also ohne Hebebühne, Strom und nur mit einem geringen Bestand an Werkzeug los.
Wir besorgten einen neuen Kühlergrill und neue Scheinwerfer, da diese nun fehlten.
Das Dach hatte ich bereits erneuert, aber die Naht an der hinteren Falte muss noch korrigiert werden. Wir haben den Rost behandelt, die Löcher geschlossen und den Unterboden neu versiegelt.
Als wir im März 2026 eine Probefahrt über den Hof machen wollten, um zu schauen, ob wir endlich zum TÜV könnten, platzte die hintere Bremsleitung.
Folglich besorgte ich mir Bremsleitungsrohr als Meterware, Rohrschneider, Bordelgerät und tauschte alle Bremsleitungen aus.
Die größte Herausforderung war es jedoch unter das Auto zu kommen. Wir bauten ein Konstrukt aus Auffahrrampen, Europaletten und Bauholz, welches in der Nachbarschaft aus einer Altbausanierung stammte.
Bald sollte es soweit sein und der Golf wieder über die Straße rollen...


...aktuell steht er kurz vor der Probefahrt :)



Verweist und ungeliebt stand es auf dem Hof und sollte entsorgt werden. Also nahm ich mich - nach Rücksprache mit dem Hausmeister - dem Rad an und schenkte ihm ein neues Leben.

Neue Hinterachse, neue Bowdenzüge, neue Kasette, neue Schläuche und Reifen, neue Griffe und neuen Sattel und eine intensive Reinigung und etwas Öl. Abschließend umwickelte ich es noch mit Reflektorklebeband, besorgte Speichenreflektoren und Induktionslicht um gut gesehen zu werden.
Im zusammengeklappten Zustand gilt es rechtlich nicht als Fahrrad, sondern als Gepäckstück, weshalb es im ÖPNV kostenlos mitfahren kann. Und auch unser Hund liebt es, da er sich richtig auspowern kann, wenn er nebenher läuft.